Noch immer nicht schwanger?

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Sie versuchen schon mehrere Monate bis Jahre schwanger zu werden und sind womöglich auch schon in Behandlung einer Assistierten Reproduktionstherapie (ART)? Durch wachsende Erfolge in Kinderwunschpraxen oder -kliniken wenden sich Paare immer früher dieser Möglichkeit zu, um endlich zur ersehnten Schwangerschaft zu kommen.

 

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es schon seit Tausenden von Jahren Rezepturen und Behandlungsmethoden die einem Paar zu ihrem lang ersehnten Kind verhelfen können. Diese Therapie alleine oder als Ergänzung zur ART birgt große Chancen zur Befruchtung und zu einer vollständig ausgetragenen Schwangerschaft.

Eines der Hindernisse auf dem Weg zum Wunschkind kann aus Sicht der TCM durch übermäßiger Hitze im Blut begründet sein. Der Therapeut kann anhand verschiedener Symptome und Anzeichen erkennen, ob dies der Fall ist.

Wie entsteht Hitze im Blut?

Aus Sicht der TCM sind Yin (Blut, Flüssigkeiten, Eizellen, Spermien, Ovarien, Endometrium, Zervixschleim) und Yang (Wärme,  das Blut und Flüssigkeiten bewegende Qi,  Die Kraft den Eisprung zu verursachen, Der Funke des Lebens) nicht mehr im Gleichgewicht. 

Yang bewegt Yin und Yin hält das Yang  – Wenn im Körper zuwenig Yin verfügbar ist, kann es das Yang nicht mehr halten. Der Nierenfunktionskreislauf versorgt die Reproduktionsorgane. Ein Nieren-Yin-Mangel erzeugt irgendwann Hitze und kann durch folgende Faktoren entstehen:

  • angeborene Disposition
  • ständige Überarbeitung / subjektiv empfundener Stress, vor allem in Zusammenhang mit folgende Faktoren:
    • übermäßige Ernährung mit „heißen“ Lebensmitteln wie scharfe Gewürze, viel rotes Fleisch, Kaffee..
    • Schlafmangel
    • Umweltgifte
    • häufiger Alkoholkonsum
    • mangelnde körperliche Betätigung
  • Drogenkonsum
  • übermäßiger Blutverlust (nach einer OP, Trauma, zu starke Menstruationen).

Im Laufe des Lebens verringert sich das angeborene Nieren-Yin. Dies gehört zum natürlichen Alterungsprozess und wird in der TCM als eine der Ursachen angesehen, weshalb Frauen in späteren Jahren oftmals Schwierigkeiten mit der Empfängnis und / oder dem Austragen eines Kindes haben.

Hitze im Blut durch Yin-Mangel:

Menschen mit Yin-Mangel neigen zu innerer Trockenheit und Blut- Hitze. Erkennbar ist dies

  • an einer verminderten Ausscheidung von Scheiden- oder Zervikalsekret
  • an einem geringen Ejakulat
  • Frauen mit Yin-Mangel haben mitunter eine dünnere Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) , die zu wenige Nährstoffe absondert, um eine Schwangerschaft zu Ende zu führen. In der TCM-Literatur wird dies „heißer, trockener Uterus” genannt.
  • diese Frauen neigen zu einer spärlichen Menstruation während andere durch die Hitze auch übermäßige Blutungen entwickeln können – die Hitze wallt das Blut auf. Dies kann geschehen, solange noch genug Blut produziert wird.

Lässt der Yin-Mangel Hitze entstehen, dann entwickelt sich das Follikel nur unzureichend, es kommt zu einem verspäteten (langer Zyklus) oder auch verfrühten (kurzer Zyklus) Eisprung. Der Eisprung kann ebenso nur sporadisch auftreten.

Menschen mit Yin-Mangel neigen

  • zur inneren Unruhe
  • schnellen Reden
  • trockenen Haaren
  • Hauttrockenheit
  • Neigung zu Hautausschlägen
  • Unruhigen oder unterbrochenem Schlaf

Umstellung der Ernährung, Entspannungstechniken und natürlich die Behandlungsmethoden der TCM mit Akupunktur, Kräutern, GuaSha oder Schröpfen helfen, die Hitze auszuleiten.

 

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